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Zweite Akklimatisationsrunde...

geschrieben von Markus

...mit dem Abstieg ins Basislager abgeschlossen!

Abendstimmung aus dem Zelt in Lager 3

Blick von Lager 3 zum Everest Südgipfel

Durch das "Spaltengewirr"

In der Lhotse Flanke

Lager 3 - Roter Punkt in der Lhotse Flanke

Lager 3 auf 7400 Meter

Sonnenaufgang am Cho Oyu

Tiefblick von Lager 3 ins Lager 2 auf der Moräne

Wie schon berichtet sind wir letzte Woche Freitag, gleich nach dem vorverlegten Frühstück pünktlich um 6 Uhr im Basislager aufgebrochen. Ziel war bei der zweiten Runde das Lager 3 einzurichten und auch dort mindestens eine Nacht zu verbringen...

Die etwas leichteren Rucksäcke – vieles hatten wir ja schon bei der ersten Runde mit nach oben getragen – hängten sich aber auch dieses Mal ganz schön ordentlich an unsere Rücken. Dennoch konnte ich widerum recht rasch durch den Khumbu Eisfall, wass mir angesichts haushoher instabiler Eisgebilde, auch sehr recht war. Dem Lager 1 gleich oberhalb des Eisbruch stattete ich dieses Mal nur einen kurzen Besuch ab, einiges an Ausrüstung musste abgeholt werden, Hannes hat dann später überhaupt das Zelt abgebaut und weiter nach oben gebracht. Das Lager 1 in dieser Form also überhaupt abgebaut...

Das Gelände oberhalb von Lager 1 wird viel flacher, aber die Sonne "heizt" ungnädig auf uns herunter und so wird auch dieser Wegabschnitt angesichts der Temperatur sehr anstrengend. Nach gut 5 Stunden hatte ich das Lager 2 erreicht. Alles war in Ordnung, nichts fehlte, das Zelt hatte dem Wetter und unserer Abwesenheit der letzten Tage standgehalten, auch der Inhalt (unsere Schlafsäcke, Unterlagsmatten, Kocher usw.) waren trocken und einsatzbereit geblieben. Ich richtete mich abermals gemütlich ein, und wartete bis auch Hannes hier eintraf. Am Nachmittag waren wir wieder vereint, und konnten gemeinsam etwas chillen und die nächsten Tage planen...

Samstag Morgen warteten wir die rasch wärmende Sonne ab, ehe wir von Lager 2 in Richtung Lager 3 aufbrachen. Viele waren schon in der Nacht aufgebrochen, wir wollten die Strecke im Warmen hinter uns bringen. Ziel war heute ein Zelt möglichst hoch in der Lhotse Flanke aufzustellen. Trotz der Last kam ich abermals gut voran, auch die steilen Passagen in der Lhotse Flanke, welche gut mit Fixseilen versichert waren, konnte ich rasch hinter mich bringen. Das untere Lager 3 war sehr voll, kaum ein Platz um noch irgendwo ein Zelt unterzubringen. Ich wollte ohnehin höher, etwa 200 Höhenmeter darüber war nochmals eine Lagerplatzmöglichkeit, ich setzte also den Aufstieg fort und tatsächlich wurde ich nach etwas Suchen fündig, etwas versteckt und gut geschützt konnte ich unter eine riesigen Spaltenwand ein kleines Plätzchen einrichten. Etwas mühevoll ist die Zeltplatzarbeit hier auf knapp 7400 Meter schon, aber nach einer Stunde war alles soweit eben und ich konnte unser drittes Zeltlager aufstellen. Leider erging es Hannes nicht so gut, der gestrige direkte Anstieg ins Lager 2, der schwere Rucksack und die steile Lhotse Flanke forderten ihren Tribut. Bei den ersten Zelten, etwa 200 Höhenmeter unter unserem Lagerplatz, deponierte er die mitgebrachten Sachen und  stieg wieder ins Lager 2 ab. Ich folgte nach getaner Arbeit ebenfalls wieder dorthin. Ein durchziehender nachmittäglicher Schauer machte die Wegfindung für mich im Gletscherbereich vor Lager 2 gar nicht so einfach, fehlende Spuren und Fähnchen als Markierung... Schon findet man sich recht rasch im Whiteout wieder...

Aufgrund der anstrendgenden beiden Tage hatten wir beschlossen den Sonntag frei zu machen, soll heißen: ein ruhiger sonniger Tag in Lager 2 auf 6500 Meter um uns auszurasten! Montag Morgen wurde es dann ernst. Wir stiegen wiederum schwer bepackt in unser schon aufgebautes Lager 3 auf. Wenig Leute am Weg und gute Verhältnisse, auch der Rasttag war gut zu spüren, und ich konnte in knapp 3 Stunden unser Zelt erreichen. Wie auf einem riesigen Eisbalkon stand unser rotes McKinley Zelt inmitten der Eislandschaft der Lhotse Flanke. Hannes kam erst Stunden später hier an, er kämpfte abermals mit dem Gewicht und dem steilen Gelände. Leider konnten wir die super Aussicht aufgrund der nachmittäglichen Bewölkung nicht genießen...

Absolute Windstille in dieser Höhenlage war und ist eine absolute Seltenheit, den aktuellen Wetterbericht erfuhren wir von Karl Gabl direkt aus Tirol mithilfe des Satellitentelefons. Kein Wind, etwas Niederschlag, keine wesentliche Änderung... Alles gut also.

Wir ließen die Länge unseres Aufenthalt hier auf 7400 Meter von der kommenden Nacht abhängen. Die große Schlafhöhe, die Anstrengung der letzten Tage und auch der aufziehende Niederschlag ließ uns schlussendlich heute morgen ins Basislager absteigen. Die zweite Akklimatisationsrunde war also meinerseits ganz zufriedenstellend verlaufen. Die Lagerkette bis Lager 3 in 7400 Meter steht, auch konnten wir eine Nacht dort oben verbringen. Hannes hatte die Nächte in der Höhe nicht so gut vertragen, auch die Anstrengung in der Höhe und der fehlende Appetit haben ihm etwas zugesetzt. Die nächsten Tage hier im Basislager werden ihm sicher gut tun um erneut Kräfte und Motivation zu sammeln.

Wir werden nun  die nächsten Tagen hier im Basislager, wie schon beschrieben, unsere Körper schonen und versuchen Kraft und Energie zu tanken.


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